FAQ


1. Für wen lohnt sich eine Verbraucherinsolvenz ?

Diese Frage lässt sich grundsätzlich nur anhand der jeweiligen Umstände des Einzelfalles seriös beantworten.

Sind Sie nicht mehr dazu in der Lage, die monatlichen Raten pünktlich zu stemmen, haben Sie bereits Zahlungsaufforderungen vom Gerichtsvollzieher bekommen und ist in der nächsten Zeit keine Besserung der Einkommensverhältnisse zu erwarten, so sollten Sie die Möglichkeit der Verbraucherinsolvenz zumindest in Betracht ziehen und sich ausführlichst vom Experten dazu beraten lassen.

 


2. Darf ich überhaupt eine Verbraucherinsolvenz durchführen ?

Eine Verbraucherinsolvenz darf von jeder natürlichen Person durchgeführt werden, die nicht selbständig tätig ist.

Waren Sie bereits selbständig tätig, so dürfen nicht mehr als 19 Gläubiger vorhanden sein, es dürfen keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen und die Vermögensverhältnisse müssen überschaubar sein.


3. Ich bin noch selbständig oder war einmal selbständig und habe mehr als 19 Gläubiger. Was nun ?

Auch in diesem Fall können Sie die Restschuldbefreiung erlangen. Allerdings ist der Weg ein anderer. Hierzu sollten Sie sich anwaltlich beraten lassen. Hierfür stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


4. Wie läuft so ein Insolvenzverfahren eigentlich ab ?

Ein Insolvenzverfahren ist mehrstufig geregelt.

Zunächst steht zwingend der so genannte außergerichtliche Einigungsversuch. Es muss also versucht werden, mit allen Gläubigern eine Einigung herbeizuführen. Kommt diese Einigung zustande, so entfällt das Insolvenzverfahren. Die Schulden werden vielmehr von jedem einzelnen Gläubiger auf der Basis einer Vereinbarung erlassen.

Kommt keine Einigung zustande, so kann beim Insolvenzgericht die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt werden. Hierbei ist eine Bescheinigung einer geeigneten Stelle vorzulegen, dass ein Einigungsversuch gestartet wurde. Diese geeignete Stelle sind beispielsweise wir.

Nach Eingang des Insolvenzantrags prüft das Gericht unter anderem, ob ein gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren Sinn macht. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn schon einige Gläubiger unserem außergerichtlichen Vorschlag zugestimmt haben. Das Gericht kann dann unter bestimmten Voraussetzungen die Zustimmung der anderen Gläubiger ersetzen.

Mach ein gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren keinen Sinn, so eröffnet das Gericht das Insolvenzverfahren, welches zunächst einmal ausschließlich der Verteilung des pfändbaren Vermögens an die Gläubiger dient.

Ist die Verteilung des pfändbaren Vermögens abgeschlossen, so folgt die so genannte Wohlverhaltensphase.

In diesem Abschnitt werden die pfändbaren Anteile des Einkommens für die Dauer von 6 Jahren vom gerichtlich bestellten Treuhänder eingezogen und an die Gläubiger verteilt. Hat der Schuldner die gerichtlichen Verfahrenskosten beglichen, so kann nach der seit dem 01.07.2014 geltenden Neuregelung der Insolvenzordnung bereits nach 3 Jahren die Restschuldbefreiung erteilt werden, wenn zu diesem Zeitpunkt bereits 35 Prozent aller Gläubigerforderungen erfüllt wurden. Ansonsten kommt eine Beendigung des Verfahrens bereits nach 5 Jahren in Betracht.

Ist die Wohlverhaltensphase abgeschlossen, erfolgt die so genannte Restschuldbefreiung. Der Schuldner ist in diesem Moment alle Verbindlichkeiten los, mit Ausnahme von Neuschulden und Verbindlichkeiten die aus unerlaubten Handlungen resultieren.


4. Wie läuft so ein Insolvenzverfahren eigentlich ab ?

Ein Insolvenzverfahren ist mehrstufig geregelt.

Zunächst steht zwingend der so genannte außergerichtliche Einigungsversuch. Es muss also versucht werden, mit allen Gläubigern eine Einigung herbeizuführen. Kommt diese Einigung zustande, so entfällt das Insolvenzverfahren. Die Schulden werden vielmehr von jedem einzelnen Gläubiger auf der Basis einer Vereinbarung erlassen.

Kommt keine Einigung zustande, so kann beim Insolvenzgericht die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt werden. Hierbei ist eine Bescheinigung einer geeigneten Stelle vorzulegen, dass ein Einigungsversuch gestartet wurde. Diese geeignete Stelle sind beispielsweise wir.

Nach Eingang des Insolvenzantrags prüft das Gericht unter anderem, ob ein gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren Sinn macht. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn schon einige Gläubiger unserem außergerichtlichen Vorschlag zugestimmt haben. Das Gericht kann dann unter bestimmten Voraussetzungen die Zustimmung der anderen Gläubiger ersetzen.

Mach ein gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren keinen Sinn, so eröffnet das Gericht das Insolvenzverfahren, welches zunächst einmal ausschließlich der Verteilung des pfändbaren Vermögens an die Gläubiger dient.


6. Ich habe gehört, dass ich seit dem 01.07.2014 bereits nach drei Jahren meine Schulden los sein kann.

Das ist grundsätzlich richtig. Allerdings müssen Sie dann nach drei Jahren bereits 35 Prozent Ihrer Schulden getilgt und die gerichtlichen Verfahrenskosten beglichen haben. Haben Sie diese Quote bis dahin nicht erreicht, so läuft das Verfahren wie gehabt sechs Jahre.


7. Ich habe gehört, dass ich im europäischen Ausland viel früher meine Schulden los sein kann.

Leider tummeln sich in diesem Bereich einige auch unseriöse Anbieter.

Grundsätzlich kann eine in einem anderen EU Land durchgeführte Insolvenz in Deutschland anerkannt werden, wenn der Schuldner in diesem Gebiet den Mittelpunkt seiner Interessen hat. Es muss somit de facto ein Wohnsitz im Ausland bestehen. Von Deutschland aus kann grundsätzlich keine Insolvenz im Ausland durchgeführt werden.


8. Was ist mit meinem Partner/Ehegatte ?

Die Restschuldbefreiung wirkt nur für denjenigen, der das Insolvenzverfahren selbst durchschritten hat. Hat Ihr Partner/Ehegatte sich also für Sie verbürgt oder den Darlehensvertrag mit unterschrieben, so muss er ein eigenes Insolvenzverfahren durchführen.

Hat er sich nicht verbürgt oder das Darlehen mit Ihnen gemeinsam aufgenommen, haftet er grundsätzlich auch nicht für Ihre Verbindlichkeiten. Er muss dann also kein Insolvenzverfahren durchführen.


9. Ihre Frage nicht dabei ?

Dann nehmen Sie doch einfach unverbindlich Kontakt zu uns auf.

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